Donnerstag, 23. Oktober 2014

Gewonnen!

Ich habe doch tatsächlich bei alovelyjourney ein Outfit von Ubang gewonnen!
Ich freue mich tierisch! Habe es heute direkt dem Mädchen angezogen, es ist noch etwas groß, also kann sie noch gut hinein wachsen. Bekommen habe ich das Outfit bestehend aus einer raffinierten Wickeljacke und einer bequemen Hose von Bello und Elsa, einem sehr hübschen Onlineshop! Wirklich klasse!

Dienstag, 14. Oktober 2014

Update zum Semesterstart

 Aus 7 wurden 8, aus 8 wurden 9

Ich werde nicht nur ein Semester länger studieren als geplant, sondern zwei. Uff. Ende also erst 2016. Das Studium zieht sich nun also irgendwie wie ein Kaugummi. Sehr zäh. Das zermürbt mich irgendwie. Das Bild der Supermutti, die mit links ein Kind neben dem Studium bekommt, nebenher arbeitet und sich liebevoll um den Mann, das Kind und den Haushalt kümmert, ist verpufft. Seifenblase geplatzt.

Ich muss einfach zugeben, dass ich es mir zu leicht vorgestellt habe. Klar war mir bewusst, dass ein Kind viel Aufmerksamkeit und Zeit benötigt, aber ich habe es unterschätzt. Ein kleines bisschen zumindest. Mir war vor der Schwangerschaft schon klar, dass ich mit Kind mein Leben nicht mehr genauestens planen kann. Das war zwar eh nie mein Ding, denn irgendwie kam immer eins zum andern und das ziemlich spontan. Aber jetzt ginge es eben nicht mehr, selbst wenn ich wollte. Und so bin ich nur mittelmäßig erschüttert, dass aus ursprünglich 7 Semestern 8 wurden und nun sogar 9. Denn es geht doch darum, das Studium abzuschließen und das ohne mir irgendwann vorwerfen zu müssen, dass das zu Lasten meines Kindes ging. Sie soll keine gestresste Mutter haben, die zwischen Hochschule und Zuhause hin und her hetzt und nicht weiß, wo ihr der Kopf steht. Gerade jetzt, wo sie noch so klein ist, das kann man einfach nicht nachholen. Klar, man kann Zeit nie nachholen, aber diese erste Kennenlernzeit ist doch schon irgendwie noch "besonderer"?! Sie ist doch erst 11 Wochen auf dieser Welt. Ich stelle lieber das Studium hinten an, richte das nach ihr aus, das ist für mich klare Sache. Und die zwei Termine pro Woche, die ich nun wegen des Studiums habe, die sind gerade so machbar, mehr aber eben erst mal nicht. Das ist ok so.

Wie klappte das erste "Loslassen" zum Semesterbeginn?

Ich bin nun also Montags von 13 bis 18 Uhr weg und Mittwochs von 14:30 bis 19:30 Uhr. Letzte Woche Montag haben mich meine Beiden zur FH gebracht, ich habe das Mädchen vor Vorlesungsbeginn gestillt und nach der Vorlesung haben wir uns in der Stadt getroffen. Das war leider nicht gut. Wahrscheinlich merkte sie auch unsere Anspannung, denn sie wollte mit dem Stillen vor der Vorlesung gar nicht mehr aufhören und war dann während meiner Vorlesung wohl nicht gut zu beruhigen. Ihr Papa war ganz schön fertig danach, der Arme. Deshalb sind sie diese Woche Montag daheim geblieben und haben auf mich gewartet. Das war wesentlich entspannter, da sich die Beiden nicht in der Stadt rumdrücken mussten, bis ich fertig war. Der Mittwoch war dann eher für mich stressig. Ich musste um 9 los, kam dann um viertel nach 12 wieder heim, habe sie gestillt und musste eine Stunde später wieder los. Puh. Das kostete irgendwie viel Kraft. Und vorallem wollte ich dann gar nicht mehr weg. Daher hoffe ich ab morgen die Gruppen tauschen zu können, sodass ich erst Nachmittags los muss, bis Abends bleibe und dafür keine doofe Pause dazwischen habe. Mal sehen, wie das klappt.

Ich vermisse sie sehr während der Vorlesungen und kann mich nur schlecht konzentrieren. Die erste Stunde gehts einigermaßen und dann ist es rum mit der Konzentration. Ich glaube, die Stilldemenz tut da ihr übriges, das erschwert das Denken und ich tu mich somit einfach schwer. Dafür freue ich mich natürlich umso mehr, wenn ich meine Beiden wieder sehe :-) Und ich weiß ja, dass sie bei ihrem Papa in den besten Händen ist. Diese Zeit zu zweit tut den Beiden auch irgendwie gut, sie sind so eng zusammen gewachsen. Wahnsinn, wenn man bedenkt, dass sie erst seit 11, knapp 12 Wochen bei uns ist.

Sonntag, 5. Oktober 2014

Schlaflos

Es ist schon spät, die Minierbse und der Mann schlafen schon. Nee stimmt nicht ganz, der Mann schlurft gerade hinter mir in die Küche. Jedenfalls würde ich wohl besser auch schlafen, aber irgendwie bin ich unruhig. (Mann schlurft wieder zurück ins Bett.) Morgen ist wieder Vorlesungsbeginn. Und ja genau, ich mache kein Urlaubssemester. Ich werde allerdings einige Veranstaltungen nicht besuchen und auf das nächste Semester verschieben. Nach der Regelstudienzeit (abscheuliches Wort) wäre dies mein letztes Semester. Da ich mich aber dazu entschloss, während meines Studiums ein Kind zu bekommen, werde ich noch ein Semester dranhängen um beidem gerecht zu werden. Kind und Studium. Falls das überhaupt geht. Ich fühle mich jetzt schon furchtbar. Ich Rabenmutter.

Vielleicht ist es auch mehr die Angst, dass ich nicht ohne sie kann, als dass sie nicht ohne mich kann. Schließlich hat ihr Vater 3 Monate Elternzeit. Er kümmert sich prächtig und die zwei sind ein eingespieltes Team. Manchmal beneide ich ihn darum, wie gut er mit ihr kann, wenn ich das Gefühl habe, dass ich im Umgang mit ihr unsicher bin oder ich irgendwie an meine Grenzen komme. Das ist natürlich Quatsch und ich bin unsagbar dankbar, dass dieses Vater-Tochter-Gespann so gut funktioniert und die beiden unzertrennlich sind. Hach, da tanzen wieder die Hormone :-)
Jedenfalls schaffen die Zwei das ganz wunderbar ohne mich, da bin ich mir sicher. Vielleicht ist es auch das, dass sie mich nicht durchgängig braucht? Ich sollte ja froh sein, dass das möglich ist. Dass ich Freiräume haben kann. Da sind wir dann beim Thema "Loslassen", was wohl ein eigener Blogbeitrag wert ist. Über das Loslassen nachdenkend verabschiede ich mich hiermit in die Nacht.


Mittwoch, 13. August 2014

Eine mehr...

Am 24. Juli kam unsere kleine, süße Tochter zur Welt. 17 Tage vor dem errechneten Termin. In der Nacht sprang plötzlich die Fruchtblase, es gab keinerlei Anzeichen vorher, dass die Geburt kurz bevorsteht. Es war eine schnelle und absolut schöne Geburt, näheres dazu im nächsten Post.

Wir sind unfassbar dankbar und glücklich, dass dieses wunderbare Wesen nun unser Leben bereichert.
Wir beschnuppern uns noch immer, realisieren aber so langsam, dass dies unsere Tochter ist, die nun ihren Weg gemeinsam mit uns gehen wird. Es ist großartig!
Und anstrengend! :-) Doch die schlaflosen Nächte, die schmerzenden Brüste mit Milchstau usw., all das ist schnell vergessen, wenn sie uns mit ihren großen, blauen Augen anschaut. Wir sind wohl tierisch verliebt in diese kleine Dame. Deshalb muss ich jetzt auch schnell zurück ins Wohnzimmer und nach meinen beiden Liebsten schauen.

Samstag, 5. Juli 2014

Ich packe meinen Koffer und nehme mit... Und warum ich keinen Mutterschutz habe


Auf Drängen meines Gemahls werde ich also mal langsam beginnen, die Kliniktasche zu packen. Er hat ja Recht, morgen beginnt die 36.Woche und so langsam sollte ich mich bereitmachen für das, was da kommt. Kinderwagen und Autositz stehen bereit. Das Bettchen ist ja schon seit Wochen aufgebaut, muss nur noch bezogen werden und Klamöttchen, Windeln und Co sind auch bereit für die neue Erdenbürgerin.
Je näher der Geburtstermin rückt, umso unwirklicher fühlt es sich für mich an, dass aus uns beiden Menschen in wenigen Wochen eine dreiköpfige Familie wird. Das muss man sich mal vorstellen. Was hat sich die Evolution dabei nur gedacht? :-) Wahrscheinlich sind meine Gedanken, die ich mir momentan mache, ganz normal: "Schaffen wir das?" "Und was ist, wenn...?" "Werden wir gute Eltern sein?" "Stellen wir uns das Abenteuer Familie zu leicht vor?" "Werden wir uns sehr verändern?" "Haben wir dann noch Zeit füreinander?" "Sind wir dann nur noch Eltern oder werden wir auch noch Paar sein?" "Wird sie zu einem von uns beiden eine engere Bindung haben?" "Werde ich es schaffen, immer mehr loszulassen, wenn sie in den Kindergarten kommt, zur Schule geht, ihre Ausbildung macht und irgendwann ausziehen wird?" "Werden wir ihr eine gute Erziehung bieten können?". Auf jeden Fall wird die kommende Zeit wahnsinnig spannend und ich freue mich so sehr auf unsere Tochter, unser so sehr gewünschtes Kind.

Eigentlich bin ich ja jetzt im Mutterschutz, tja, eigentlich. Da ich ja studiere und gerade Klausurenphase ist, ist Mutterschutz grad nicht wirklich drin. Ich versuche eben, so viel es geht noch zu machen, aber ich merke schnell, dass es so langsam eben doch anstrengender wird und ich aufpassen muss, mich nicht zu sehr zu stressen. Das ist leichter gesagt als getan. Das Lernen fällt mir echt schwer und vor jeder Klausur bin ich aufgeregt und während ich eine Klausur schreibe ist das Stresslevel natürlich auch ganz oben. Trotzdem achte ich natürlich darauf, dass unsere Tochter nicht zu viel Stress mitbekommt. So muss ich eben die ein oder andere Klausur im nächsten Semester schreiben, ist nun halt so. Klar wird es mit Kind nicht einfacher, aber wenn ich den Stress etwas entzerre und noch ein Semester dranhänge, dann wird das schon werden. Der Liebste und meine Eltern unterstützen mich da ganz toll. Der Liebste wird ein paar Monate Elternzeit nehmen, und meine Eltern haben sich auch schon als Babysitter angeboten/liebevoll aufgedrängt :-) Und dass der Liebste sich echt um alles kümmert, habe ich ja schon an der ein oder anderen Stelle erwähnt. Ich bin so unglaublich froh, ihn zu haben.

Eins muss ich noch erzählen, was mich wahnsinnig freut. Ein sehr guter Freund des Liebsten, also mehr sein Ziehvater eigentlich, baut uns eine Wiege fürs kleine Töchterlein. Er ist handwerklich sehr begabt und schreinert tolle Sachen und nun bekommt unsere Tochter eine Wiege von ihm. Wie sie aussehen wird, wissen wir noch nicht, aber ich bin mir sicher, sie wird ganz toll. Hach, ich freu mich so! Solche Geschenke, in denen viel Herz steckt, sind einfach die schönsten!
Mein Vater konstruiert fleißig einen Wickelaufsatz für die Kommode, die zukünftig als Wickelkommode dienen soll. Man beachte hierbei den ökologischen Hintergrund, dass er diesen Wickelaufsatz aus dem alten Hochbett von meinen Geschwistern und mir baut. Es ist immer wieder verblüffend, auf welche Ideen er kommt und wie er alte Dinge in neue umwandelt und wiederverwendet. Und meine Mama, die strickt fleißig für die Enkeltochter, eine süße Strickjacke mit Kapuze ist bereits fertig, an einem Paar Schühchen arbeitet sie noch und noch ein neues Projekt hat sie gestartet, da weiß ich aber noch nicht genau, was es wird. Alle sind wahnsinnig fleißig und bereiten alles für unsere Tochter vor, das wärmt mir das Herz. Hach.

Dienstag, 3. Juni 2014

"Sie befinden sich jetzt auf der Zielgeraden!"

... was ein bisschen nach einem schlechten Navigationsgerät klingt, sagte mein Frauenarzt bei meinem letzten Termin vor ein paar Wochen, als ich ihm ein paar Wehwechen klagte. Mir geht es ja insgesamt wirklich richtig gut, da kann man nicht meckern. Aber dass ich nach langem Sitzen oder Liegen echt Probleme beim Laufen habe, das müsste wenn es nach mir geht auch nicht sein ;-)
Immer mal wieder habe ich menstruationsähnliche Schmerzen, die sind an sich gut aushaltbar, fieser sind da die Schmerzen, die auch am Rücken auftreten, das find ich manchmal schon sehr unangenehm.
Ja, klingt jetzt sehr nach Heulipopeuli, ich frag mich in solchen Momenten auch, wie ich dann bitteschön 18 Stunden Geburt aushalten will.

Vor ein paar Wochen waren wir ja nochmals bei diesem Spezialisten, wegen der Fruchtwassermenge, sie hält sich wacker im unteren Normbereich, hauptsache Norm, das reicht uns doch schon absolut. Außerdem tritt und boxt und bewegt sich die kleine Riesenerbse sowas von ordentlich, ihr kann es dem Anschein nach nur gut gehen. :-) Bei dem Termin jedenfalls konnten wir die kleine Riesenerbse ganz kurz in 3D sehen, nur war da leider was mächtiges im Weg, was die Aufnahme eines schönen 3D-Bildes verhinderte: Die Plazenta. Ich habe nämlich eine Vorderwandplazenta. Das erklärt schonmal, warum ich das Töchterlein erst so spät spüren konnte. Diese Plazenta verdeckte jedenfalls das halbe Kind, sehr schade, ich hätte gerne mehr gesehen, aber da müssen wir uns wohl bis zur Geburt gedulden. Trotzdem bekamen wir an diesem Tag ein sehr schönes 2D-Bild mit, ich hab mich so gefreut! Denn darauf erkennt man das Kindchen wirklich gut, selbst ungeübte Ultraschallbetrachter erkennen die Profilansicht ohne Hilfe :-D
Falls es jemand sehen mag, ich habe es auf Instagram hochgeladen.

Ansonsten sind wir mitten im Nestbautrieb. So langsam möchte ich alles fertig oder zumindest parat haben. Der Kinderwagen steht ja schon eine Weile im Geschäft bereit, wir müssen ihn nur noch abholen. Den Autositz müssen wir in selbigem Geschäft noch bestellen, das geht aber ratzfatz mit der Lieferung. Das Bett steht schon bereit, es muss nur noch Beistellbett-tauglich angepasst werden. Windeln haben wir gestern gekauft - der erste Windelkauf ist schon irgendwie aufregend, auch wenn man sich an der Kasse fragt, wieso nun die paar Sachen so viel Geld kosten.
Klamöttchen habe ich ja schon weit vor der Schwangerschaft immer mal wieder angeschafft (jaaaa, ich bin so eine: "Ooooh, das ist sooo schööööön, das gibts es aber bis dahin bestimmt nicht mehr, schnell kaufen!" und "Oiiii, das ist im Angebot, da kann man ja jetzt wirklich nichts sagen...") und einiges bekommt man ja bestimmt noch geschenkt. So nach und nach wasche ich die Sachen schon mal, denn es ist nicht mehr lange: Noch 68 Tage! (Und das ist bis zum errechneten Termin, ich glaube ja immer noch, dass sie sich früher auf den Weg macht!)

Donnerstag habe ich die nächste Untersuchung, bin schon sehr gespannt, genau wie der werdende Papa :-)

Dienstag, 22. April 2014

Noch 110 Tage to go...

... bis zum errechneten Termin.
Waaaaaas? Noch so lange? Und gleichzeitig: waaaaas? Nur noch 110 Tage?
:-)
Ja, meine Gefühle fahren derzeit Achterbahn.
Vom himmelhochjauchzenden "Alles ist toll, ich bin so gerne schwanger, wir bekommen eine Tochter, ich dreh durch vor Freude und Glück" geht es manchmal recht schnell über zum
"Ich schaffe diese ganzen Projekte niiiieeeemals und das Studium sowieso nicht, ich will nicht meeehr *schluchz*".
Das ist sehr anstrengend, für meine Umwelt und mich auch. Besser gesagt, der Herzensmann tut mir echt verdammt Leid. Und er erträgt mich so tapfer und mit Würde und krault mich trotzdem noch täglich und redet mir jedes, wirklich jedes mal gut zu, wenn ich wieder in so einem klitzeklitzekleinen Tief bin. Hach.
Meine Grundstimmung ist ja auch sonst sehr positiv seit ich schwanger bin, nur manchmal gibt es da eben so kleine Ausreißer. Minimalst. Wirklich nur so ganz, ganz klein.

Es ist ja auch wirklich alles fabelhaft toll, ich hab eine wunderbare Schwangerschaft, die kleine Riesenerbse tritt und boxt regelmäßig und gibt mir zu verstehen, es geht ihr gut, der Herzensmann und ich verstehen uns prächtig (ob so viel geballte Harmonie nicht schädlich ist?), unsere Familien freuen sich mit uns auf den Nachwuchs, kurz: Es kann nicht besser laufen.

Naja gut, seit knapp einer Woche muss ich feststellen, dass ich zunehme. Ja, verrückt, da ist die Olle im 7. Monat schwanger und nimmt plötzlich zu. Hmpf. Ich habe nämlich tatsächlich bis vor kurzem nur abgenommen, dann stagnierte es eine Weile und jetzt nehme ich also zu.
Und nein, ich habe keine Diät gemacht. Ich bin mit einem recht stattlichen Gewicht in die Schwangerschaft gestartet und obwohl ich echt nicht viel gekübelt habe, habe ich Gewicht verloren, ich sags euch, das sind die Hormone. Mich hats gefreut, vor allem weil es dem Kind dabei wunderbar ging, das ist ja das wichtigste, ganz klar! Und ich sehe endlich wieder aus wie ein Mensch und nicht wie ein pickeliger Hefeklopps, denn dem entsprach ich wirklich. Ja, jetzt alle mal Phantasie einschalten, Hefeklopps mit Pickeln - nicht schön, simmer uns einig, wa? ;-)
Na gut, jetzt nehme ich also wieder zu, irgendwann musste es ja kommen.
Knapp 7 Tafeln Schokolade (Gewicht des Kindes) müssen halt irgendwo hin, plus der ganze andere Kram, Fruchtwasser, Plazenta, usw.
Apropos zunehmen, ich habe Hunger, ich halte mal nach dem Abendessen Ausschau.
Bis demnächst!


Samstag, 12. April 2014

SSW 22+6: Es tut sich was...

... im Bauch. Die kleine Erbse (naja, langsam müssen wir uns wohl einen neuen Spitznamen überlegen, eine 600g-Erbse ist ja nun nicht mehr so klein...) ist mächtig am Treten und räumt scheinbar ständig ihre kleine Bauchwohnung um. Seit ungefähr letztem Wochenende kann man deutlich kleine Ausbuchtungen an der Bauchdecke sehen, wenn sie strampelt und ihre Übungen vollzieht.

Ganz großer Schreck diese Woche:
Als der Arzt am Donnerstag bei der Ultraschalluntersuchung sagt: "Da ist nur sehr wenig Fruchtwasser vorhanden, das sollten Sie von einem Spezialisten kontrollieren lassen. Ich kann die Ultraschalluntersuchung so nicht weiter machen, ich kann durch das fehlende Fruchtwasser nichts sehen bzw. vermessen. Sehen Sie, hier ist absolut kein Fruchtwasser vorhanden und hier auch nur sehr wenig."
Rumms. Das traf mitten ins Mutterherz. Ich musste Tränen unterdrücken. Der Beste war ganz still. Wir wussten erstmal gar nicht, was das nun bedeutet. Ist die Tatsache schlimm, dass zu wenig Fruchtwasser vorhanden ist? Und wenn ja, wie schlimm? Oder ist das wenige Fruchtwasser nur das Resultat, dem etwas schlimmes zugrunde liegen kann? Fragen über Fragen und eine riesige Angst um unsere Tochter. Der Arzt wollte uns irgendwie nichts genaueres sagen, er sagte, es würde nichts bringen, wenn er uns alle möglichen Ursachen aufzählen würde und gab uns eine Überweisung, wir sollten direkt bei diesem Spezialisten anrufen und uns einen Termin geben lassen.

Zum Glück erhielt ich direkt für den Morgen darauf einen Termin. Trotzdem zogen sich der Nachmittag und die Nacht furchtbar lange hin. Es war wirklich ein Auf und Ab zwischen Hoffen und Bangen. Bisher war immer alles super bei den Untersuchungen. Wie konnte nun, wo wir uns doch schon als Familie fühlten und wir uns schon so sicher wurden, dass alles gut gehen wird, wie konnte da nun so eine Diagnose kommen? Es konnte alles mögliche und nichts sein. Ich fühlte mich ganz schlecht, dabei wollte ich doch tapfer sein und positiv denken. Die kleine Erbse merkte natürlich die Anspannung und Angst. Sie wurde sehr ruhig und trat nur selten mal.

Nach einer furchtbaren Nacht mit sehr wenig Schlaf und ständigem Rumwälzen fuhren wir sehr zeitig los. Das passiert uns sonst nie, so frühzeitig sind wir wirklich noch nie zu einem Termin aufgebrochen. Nach einer halben Stunde Fahrt dann die Parkplatzsuche, Toilettensuche, Formulare ausfüllen und dann kamen wir auch schon dran.
Der Arzt war so unglaublich nett zu uns! Ich bin sehr froh, dass wir an ihn geraten sind. Er schallte und sagte nach kurzer Zeit schon: "Also ich will Sie erstmal beruhigen, es ist zwar sehr wenig Fruchtwasser vorhanden - untere Norm, aber es ist nicht ZU wenig Fruchtwasser und das ist das Wichtige!". Uff, da plumpsten sie, die vielen riesigen Felsbrocken, die die Stunden zuvor so schwer auf uns lasteten. Er schallte weiter und schaute nach allen Organen. Alles war vorhanden, dort wo es sein sollte und so groß wie es sein sollte. Alle Werte kamen ca. mit dem errechneten Geburtstermin hin bzw. mit diesen Werten käme man auf eine Woche früher, aber kleine Abweichungen sind ja völlig normal. Er bestätigte auch, dass wir eine Tochter bekommen. Frauenpower im Hause Glückskäferle ;-)
Die Fruchtwassermenge wird in ca. 3 Wochen nochmals von ihm überprüft, denn weniger darf es eben nicht werden. Aber der Arzt betonte nochmal, dass das Kind mit der vorhandenen Fruchtwassermenge gut zurechtkommt und dass es ihm gut geht.
Was für eine tolle Nachricht! Nach dem Schreck am Tag zuvor! Mir ging es augenblicklich besser und das kam auch direkt bei der kleinen Erbse an. Sie strampelt wieder mehr und heftiger.

Der schönste Moment der Woche:
Da gab es gleich zwei. Der Herzensmann konnte Mittwochabend zum ersten Mal die Bewegungen unserer Tochter spüren. Zuvor war sie immer recht eigen und stoppte direkt ihr Rumgeturne, sobald man eine Hand auf den Bauch legte, aber da hat der Papa sie endlich mal erwischt :-)

Und der allerschönste Moment war natürlich, als wir nach diesem großen Schreck mit dem Fruchtwasser die beruhigenden Worte hörten, dass mit unserer Tochter alles bestens ist und dass es ihr sehr gut geht.

Jetzt hoffen wir, dass die Wochen bis zur Geburt nun ruhiger verlaufen. So eine Aufregung brauchen wir wirklich nicht nochmal.