Aus 7 wurden 8, aus 8 wurden 9
Ich werde nicht nur ein Semester länger studieren als geplant, sondern zwei. Uff. Ende also erst 2016. Das Studium zieht sich nun also irgendwie wie ein Kaugummi. Sehr zäh. Das zermürbt mich irgendwie. Das Bild der Supermutti, die mit links ein Kind neben dem Studium bekommt, nebenher arbeitet und sich liebevoll um den Mann, das Kind und den Haushalt kümmert, ist verpufft. Seifenblase geplatzt.Ich muss einfach zugeben, dass ich es mir zu leicht vorgestellt habe. Klar war mir bewusst, dass ein Kind viel Aufmerksamkeit und Zeit benötigt, aber ich habe es unterschätzt. Ein kleines bisschen zumindest. Mir war vor der Schwangerschaft schon klar, dass ich mit Kind mein Leben nicht mehr genauestens planen kann. Das war zwar eh nie mein Ding, denn irgendwie kam immer eins zum andern und das ziemlich spontan. Aber jetzt ginge es eben nicht mehr, selbst wenn ich wollte. Und so bin ich nur mittelmäßig erschüttert, dass aus ursprünglich 7 Semestern 8 wurden und nun sogar 9. Denn es geht doch darum, das Studium abzuschließen und das ohne mir irgendwann vorwerfen zu müssen, dass das zu Lasten meines Kindes ging. Sie soll keine gestresste Mutter haben, die zwischen Hochschule und Zuhause hin und her hetzt und nicht weiß, wo ihr der Kopf steht. Gerade jetzt, wo sie noch so klein ist, das kann man einfach nicht nachholen. Klar, man kann Zeit nie nachholen, aber diese erste Kennenlernzeit ist doch schon irgendwie noch "besonderer"?! Sie ist doch erst 11 Wochen auf dieser Welt. Ich stelle lieber das Studium hinten an, richte das nach ihr aus, das ist für mich klare Sache. Und die zwei Termine pro Woche, die ich nun wegen des Studiums habe, die sind gerade so machbar, mehr aber eben erst mal nicht. Das ist ok so.
Wie klappte das erste "Loslassen" zum Semesterbeginn?
Ich bin nun also Montags von 13 bis 18 Uhr weg und Mittwochs von 14:30 bis 19:30 Uhr. Letzte Woche Montag haben mich meine Beiden zur FH gebracht, ich habe das Mädchen vor Vorlesungsbeginn gestillt und nach der Vorlesung haben wir uns in der Stadt getroffen. Das war leider nicht gut. Wahrscheinlich merkte sie auch unsere Anspannung, denn sie wollte mit dem Stillen vor der Vorlesung gar nicht mehr aufhören und war dann während meiner Vorlesung wohl nicht gut zu beruhigen. Ihr Papa war ganz schön fertig danach, der Arme. Deshalb sind sie diese Woche Montag daheim geblieben und haben auf mich gewartet. Das war wesentlich entspannter, da sich die Beiden nicht in der Stadt rumdrücken mussten, bis ich fertig war. Der Mittwoch war dann eher für mich stressig. Ich musste um 9 los, kam dann um viertel nach 12 wieder heim, habe sie gestillt und musste eine Stunde später wieder los. Puh. Das kostete irgendwie viel Kraft. Und vorallem wollte ich dann gar nicht mehr weg. Daher hoffe ich ab morgen die Gruppen tauschen zu können, sodass ich erst Nachmittags los muss, bis Abends bleibe und dafür keine doofe Pause dazwischen habe. Mal sehen, wie das klappt.Ich vermisse sie sehr während der Vorlesungen und kann mich nur schlecht konzentrieren. Die erste Stunde gehts einigermaßen und dann ist es rum mit der Konzentration. Ich glaube, die Stilldemenz tut da ihr übriges, das erschwert das Denken und ich tu mich somit einfach schwer. Dafür freue ich mich natürlich umso mehr, wenn ich meine Beiden wieder sehe :-) Und ich weiß ja, dass sie bei ihrem Papa in den besten Händen ist. Diese Zeit zu zweit tut den Beiden auch irgendwie gut, sie sind so eng zusammen gewachsen. Wahnsinn, wenn man bedenkt, dass sie erst seit 11, knapp 12 Wochen bei uns ist.
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