Sonntag, 5. Oktober 2014

Schlaflos

Es ist schon spät, die Minierbse und der Mann schlafen schon. Nee stimmt nicht ganz, der Mann schlurft gerade hinter mir in die Küche. Jedenfalls würde ich wohl besser auch schlafen, aber irgendwie bin ich unruhig. (Mann schlurft wieder zurück ins Bett.) Morgen ist wieder Vorlesungsbeginn. Und ja genau, ich mache kein Urlaubssemester. Ich werde allerdings einige Veranstaltungen nicht besuchen und auf das nächste Semester verschieben. Nach der Regelstudienzeit (abscheuliches Wort) wäre dies mein letztes Semester. Da ich mich aber dazu entschloss, während meines Studiums ein Kind zu bekommen, werde ich noch ein Semester dranhängen um beidem gerecht zu werden. Kind und Studium. Falls das überhaupt geht. Ich fühle mich jetzt schon furchtbar. Ich Rabenmutter.

Vielleicht ist es auch mehr die Angst, dass ich nicht ohne sie kann, als dass sie nicht ohne mich kann. Schließlich hat ihr Vater 3 Monate Elternzeit. Er kümmert sich prächtig und die zwei sind ein eingespieltes Team. Manchmal beneide ich ihn darum, wie gut er mit ihr kann, wenn ich das Gefühl habe, dass ich im Umgang mit ihr unsicher bin oder ich irgendwie an meine Grenzen komme. Das ist natürlich Quatsch und ich bin unsagbar dankbar, dass dieses Vater-Tochter-Gespann so gut funktioniert und die beiden unzertrennlich sind. Hach, da tanzen wieder die Hormone :-)
Jedenfalls schaffen die Zwei das ganz wunderbar ohne mich, da bin ich mir sicher. Vielleicht ist es auch das, dass sie mich nicht durchgängig braucht? Ich sollte ja froh sein, dass das möglich ist. Dass ich Freiräume haben kann. Da sind wir dann beim Thema "Loslassen", was wohl ein eigener Blogbeitrag wert ist. Über das Loslassen nachdenkend verabschiede ich mich hiermit in die Nacht.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen