... im Bauch. Die kleine Erbse (naja, langsam müssen wir uns wohl einen neuen Spitznamen überlegen, eine 600g-Erbse ist ja nun nicht mehr so klein...) ist mächtig am Treten und räumt scheinbar ständig ihre kleine Bauchwohnung um. Seit ungefähr letztem Wochenende kann man deutlich kleine Ausbuchtungen an der Bauchdecke sehen, wenn sie strampelt und ihre Übungen vollzieht.
Ganz großer Schreck diese Woche:
Als der Arzt am Donnerstag bei der Ultraschalluntersuchung sagt: "Da ist nur sehr wenig Fruchtwasser vorhanden, das sollten Sie von einem Spezialisten kontrollieren lassen. Ich kann die Ultraschalluntersuchung so nicht weiter machen, ich kann durch das fehlende Fruchtwasser nichts sehen bzw. vermessen. Sehen Sie, hier ist absolut kein Fruchtwasser vorhanden und hier auch nur sehr wenig."
Rumms. Das traf mitten ins Mutterherz. Ich musste Tränen unterdrücken. Der Beste war ganz still. Wir wussten erstmal gar nicht, was das nun bedeutet. Ist die Tatsache schlimm, dass zu wenig Fruchtwasser vorhanden ist? Und wenn ja, wie schlimm? Oder ist das wenige Fruchtwasser nur das Resultat, dem etwas schlimmes zugrunde liegen kann? Fragen über Fragen und eine riesige Angst um unsere Tochter. Der Arzt wollte uns irgendwie nichts genaueres sagen, er sagte, es würde nichts bringen, wenn er uns alle möglichen Ursachen aufzählen würde und gab uns eine Überweisung, wir sollten direkt bei diesem Spezialisten anrufen und uns einen Termin geben lassen.
Zum Glück erhielt ich direkt für den Morgen darauf einen Termin. Trotzdem zogen sich der Nachmittag und die Nacht furchtbar lange hin. Es war wirklich ein Auf und Ab zwischen Hoffen und Bangen. Bisher war immer alles super bei den Untersuchungen. Wie konnte nun, wo wir uns doch schon als Familie fühlten und wir uns schon so sicher wurden, dass alles gut gehen wird, wie konnte da nun so eine Diagnose kommen? Es konnte alles mögliche und nichts sein. Ich fühlte mich ganz schlecht, dabei wollte ich doch tapfer sein und positiv denken. Die kleine Erbse merkte natürlich die Anspannung und Angst. Sie wurde sehr ruhig und trat nur selten mal.
Nach einer furchtbaren Nacht mit sehr wenig Schlaf und ständigem Rumwälzen fuhren wir sehr zeitig los. Das passiert uns sonst nie, so frühzeitig sind wir wirklich noch nie zu einem Termin aufgebrochen. Nach einer halben Stunde Fahrt dann die Parkplatzsuche, Toilettensuche, Formulare ausfüllen und dann kamen wir auch schon dran.
Der Arzt war so unglaublich nett zu uns! Ich bin sehr froh, dass wir an ihn geraten sind. Er schallte und sagte nach kurzer Zeit schon: "Also ich will Sie erstmal beruhigen, es ist zwar sehr wenig Fruchtwasser vorhanden - untere Norm, aber es ist nicht ZU wenig Fruchtwasser und das ist das Wichtige!". Uff, da plumpsten sie, die vielen riesigen Felsbrocken, die die Stunden zuvor so schwer auf uns lasteten. Er schallte weiter und schaute nach allen Organen. Alles war vorhanden, dort wo es sein sollte und so groß wie es sein sollte. Alle Werte kamen ca. mit dem errechneten Geburtstermin hin bzw. mit diesen Werten käme man auf eine Woche früher, aber kleine Abweichungen sind ja völlig normal. Er bestätigte auch, dass wir eine Tochter bekommen. Frauenpower im Hause Glückskäferle ;-)
Die Fruchtwassermenge wird in ca. 3 Wochen nochmals von ihm überprüft, denn weniger darf es eben nicht werden. Aber der Arzt betonte nochmal, dass das Kind mit der vorhandenen Fruchtwassermenge gut zurechtkommt und dass es ihm gut geht.
Was für eine tolle Nachricht! Nach dem Schreck am Tag zuvor! Mir ging es augenblicklich besser und das kam auch direkt bei der kleinen Erbse an. Sie strampelt wieder mehr und heftiger.
Der schönste Moment der Woche:
Da gab es gleich zwei. Der Herzensmann konnte Mittwochabend zum ersten Mal die Bewegungen unserer Tochter spüren. Zuvor war sie immer recht eigen und stoppte direkt ihr Rumgeturne, sobald man eine Hand auf den Bauch legte, aber da hat der Papa sie endlich mal erwischt :-)
Und der allerschönste Moment war natürlich, als wir nach diesem großen Schreck mit dem Fruchtwasser die beruhigenden Worte hörten, dass mit unserer Tochter alles bestens ist und dass es ihr sehr gut geht.
Jetzt hoffen wir, dass die Wochen bis zur Geburt nun ruhiger verlaufen. So eine Aufregung brauchen wir wirklich nicht nochmal.
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